Am 15. Januar 2026 erreichte uns die traurige Nachricht, dass unser Ehrenvorsitzender Robert Claßen im Alter von 72 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben ist.

Geboren und aufgewachsen ist er in Heyen, einem Ortsteil von Niederkrüchten. Nach dem Studium der Germanistik und Geographie an der RWTH Aachen mit dem Abschluss des Staatsexamens für das Lehramt, absolvierte er sein Referendariat am Neusser Quirinus-Gymnasium. Anschließend studierte er Mediavistik und erhielt ab 1985 eine Stelle im Schulverwaltungsamt Krefeld.
Im weiteren Lebensweg machte er Station im Krefelder Stadtarchiv und war Dozent und Fachbereichsleiter an der VHS.
Ehrenamtlich engagiert war er darüber hinaus bei Amnesty International, im Katholikenrat und im Dritte-Welt-Arbeitskreis, im Freundeskreis des Theaters hintenlinks. Mitglied seit 1985 übernahm er 2006 den stellvertretenden Vorsitz im Verein für Heimatkunde in Krefeld e.V. neben Dr. Reinhard Feinendegen. Durch sein Vorantreiben modernisierte sich der Verein schon merklich. Er setzte sich vereinsintern für den Einsatz von e-Mail-Verteilern ein und brachte die Website „auf die Spur“. Auch die groß angelegte und mit Martin R. Becker realisierte Digitalisierung der gesamten Bände „Die Heimat“, von der wir noch heute zehren, geht auf seine Initiative zurück. Robert Claßen war 1. Vorsitzender des Vereins von 2009 bis 2018, als er schlagartig aus gesundheitlichen Gründen das Amt aufgeben musste. 2014 gründete er gemeinsam mit Heinrich Rungelrath den Krefelder Kulturrat, der sich maßgeblich für die kulturelle Vielfalt in der Stadt einsetzt.
„Wir verlieren mit ihm nicht nur einen sehr rührigen Krefelder, sondern auch einen feinen Menschen, der von seiner Krankheit schwer gezeichnet war“, so Dr. Julia Obladen-Kauder, die 2018 seine direkte Nachfolge übernahm und nun die Redaktion des Vereins für Heimatkunde leitet.
Unser Mitgefühl geht an die Hinterbliebenen, Familie und Freunde.